Dem kleinen Prinzen tief verbunden

Realschule Großostheim: Hans-Peter Mahl tritt Ruhestand an

Zum 31. Juli 2020 geht Hans-Peter Mahl als Direktor der Realschule Großostheim in den Ruhestand. Die Bildungseinrichtung im Bachgau ist seit dem Schuljahr 2012/2013 selbstständig, seitdem ist Mahl ihr Schulleiter. Zuvor, noch im Gebäude der Friedensschule untergebracht, gehörten die Klassen zwei Schuljahre als Außenstelle zur Edith-Stein-Schule Alzenau.

Genau 30 Jahre wirkte Mahl an der Realschule in Alzenau in verschiedenen Funktionen. Ab dem 1. August 1982 unterrichtete er zunächst die Fächer Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, später kamen noch Informatik und Informationstechnologie hinzu. Als Klassenleiter, als Verbindungslehrer, als Systembetreuer, als Personalrat und zuletzt auch als Zweiter Konrektor vollbrachte er vorbildliche Arbeit und trug so wesentlich zum guten Schulklima bei.

Schon immer befasste er sich intensiv mit Innovationen in seinen Unterrichtsfächern und der Schulentwicklung. Er tüftelte mit Kreativität und Weitblick Konzepte aus, die nicht nur für Fachkollegen, sondern für das gesamte Kollegium richtungsweisend waren. Besonders im Bereich Informationstechnologie und Multimedia leistete er vorzügliche, auch als Fachmitarbeiter des Ministerialbeauftragten überregional anerkennenswerte und hochwertige Arbeit. 2010 erhielt er den Auftrag, maßgeblich am Aufbau der neu zu gründenden Realschule Großostheim mitzuwirken.

Nach seinen Vorstellungen sollte die Schule von Anfang an auf dem neuesten Stand der Technik sein. Er ließ daher alle Klassenzimmer mit elektronischen Tafeln ausrüsten. Zusammen mit dem Architekten plante er ebenso die Räume. Zuletzt hat er kofferweise moderne iPads angeschafft, um den Anforderungen des digitalen Zeitalters Rechnung zu tragen. All seine Bemühungen geschahen immer mit großem Sachverstand und der Umsicht, die Belange von Unterricht und Schule sowie die Forderungen des Sachaufwandsträgers nach Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen.

Mahls achtjährige Amtszeit an der Großostheimer Realschule stand unter dem Leitmotiv: »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« Dieses Zitat aus »Der kleine Prinz« von Antoine de Saint-Exupéry ziert seitdem als Wandtattoo sein Direktoratszimmer. Bereits beim Betreten des Raumes wurden die Worte spürbar: Seine Tätigkeit als Schulleiter war geprägt von einer großen Liebe zum Beruf, seinem herausragenden Engagement für die Schüler, dem verantwortungsbewussten Umgang mit den Eltern und seiner wertschätzenden Art gegenüber seinem Kollegium.

Nach über vierzig Dienstjahren mit einer achtjährigen Zeit als Schulleiter tritt er nun den verdienten Ruhestand an. Die Realschulen in Unterfranken werden einen hochgeschätzten Experten in Sachen Schulentwicklung, Medienbildung und Schulverwaltungsprogrammen verlieren. Der Schulfamilie der Realschule Großostheim bleiben die vielen gewinnbringenden Begegnungen mit ihm sowie seine sachliche, fachliche und soziale Kompetenz in bester Erinnerung.